Mittwoch, 10. Juni 2015

Warten auf einen Bus

Was kann auf einer Reise in die und in der USA schief gehen?
Flugangst, Höhenangst, Lebensmittelunverträglichkeiten, schlechtes Wetter, umgeleitete Flüge mit Turbulenzen, unsympathische Gastgeber, Sprachschwierigkeiten, ... Das alles war es nicht.
Unser größtes Problem bestand in einer Fahrt von Frankfurt nach Treysa mit einem Bus, damit nicht die Eltern ihre Kinder in Frankfurt abholen oder wir (zwei Stunden) auf einen Zug warten müssen. Im Tausch dazu warteten wir 5 Stunden in der Halle von Terminal 2 auf einen Bus, der uns nach unserer Landung zügig in die Schwalm bringen sollte.
5 Stunden auf kalten Fliesen liegen!
5 Stunden das Gepäck anderer Mitfahrer bewachen!
5 Stunden amerikanischen Fastfood frühstücken und mittagessen!
5 Stunden hoffen, dass der Bus doch früher kommt ( Er kam dann noch mit weiterer Verspätung)!
5 Stunden warten auf eine Nachricht vom Busunternehmen!
5 Stunden Alternativen zum Warten auf den Bus abwägen: Zug fahren und noch mehr bezahlen/ Trampen/ von Eltern doch abholen lassen/ Zurückfliegen/ Loslaufen/ Stadtbummel in Frankfurt ....
5 Stunden die gleiche Fragen, die mit " Wir könnten doch ...?" und "Wann endlich ...?" beginnen!
5 Stunden mit der sich durchsetzenden Erkenntnis: Nie wieder!

PS: Eine Entschuldigung von Seiten des Busunternehmens ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingegangen.

Sonntag, 31. Mai 2015

Baseball - Brennball um viel Geld?

Ich glaube, wenn jemand erklären kann, was viele Amerikaner faszinierend an Baseball finden, so hat er einen wesentlichen Bestandteil der "amerikanischen Seele" verstanden. Um es vorwegzunehmen, ich kann es nicht nachvollziehen.
An einem Mittwochmittag, also einem ganz normalen Arbeitstag, strömen 35.000 Menschen in das Stadion der Milwaukee Brewers, dem nach eigenen Angaben schlechtesten Team der Liga, und nehmen Staus vor und nach dem Spiel in Kauf, geben eine Menge Geld sowohl für Getränke, Shirts als auch gutes Essen aus.
Und das alles für ein Spiel, dass 3 Stunden dauert und die meiste Zeit über nichts passiert. Wenn etwas passiert, geht es so schnell, dass der "unvoreingenommene " Zuschauer mindestens die Hälfte verpasst: Wird nun endlich mal der Ball getroffen, weiss man nicht, ob man den Ball beobachten soll und damit den Fänger oder den Läufer. Schiedsrichterentscheidungen bleiben bei der Größe des Stadions eher undurchsichtig. Und warum gehen plötzlich alle Spieler vom Feld?
Die Zuschauer bleiben vergleichbar emotionslos und nehmen das Geschehen hin. Versuche, so etwas wie eine "La-Ola-Welle", Beifallstürme oder Fangesänge zu initiieren, scheitern sang- und klanglos. Das Spielende verstreicht mehr oder weniger im Aufbrechen der Zuschauer.
Eine erste Schlussfolgerung frei nach Obelix wäre: "Die spinnen, die Amerikaner!". Alles in diesem Land spricht jedoch dagegen. Also warum lieben so viele Amerikaner gerade
diese Spiel?

Dienstag, 26. Mai 2015

Epic - Kunst im Unternehmen

Am Mittwoch, den 20.05.2015 haben wir die Firma Epic Systems Corporation in Verona, Wisconsin besucht. Das Firmengelände ist schon auf den ersten Blick sehr beeindruckend. Außerhalb des Gebäudes im "Garten" befindet sich ein großes Baumhaus.

Das Rechenzentrum selbst ist riesig und beinhaltet viele Kunstobjekte und nachgebaute berühmte Orte. Ein Korridor sieht z. B. aus wie eine U-Bahnstation in New York. Zur Zeit wird daran gearbeitet "Hogwarts" aus den Harry Potter Filmen in einem neuen Gebäude nachzustellen. In einem der Gebäude gibt es auch eine Rutsche, sowie viele verschiedenartig gebaute  und zum Teil mit Bäumen umstellte Treppen.

Die eigentliche Aufgabe der Firma ist folgende:
Epic ist ein Rechenzentrum, das Software entwickelt für medizinische Gruppen, Krankenhäuser und integrierte Gesundheitsorganisationen und die Vernetzung untereinander. Außerdem haben sie ein sogenanntes unabhängiges Gesundheitstagebuch entwickelt, welches den Patienten den Zugriff auf ihre Gesundheitsaufzeichnungen ermöglicht, unabhängig davon, in welcher ambulanten oder klinischen Einrichtung sie diese gerade benötigen.

Gibraltar

im Hintergrund Lake Wisconsin
Nein, wir befinden uns nicht am Mittelmeer, obwohl der Ausblick von hier oben auf die Ebene und Lake Wisconsin sind immer überwältigend.

Gibraltar oder auch Gibraltar Rock ist eine Abbruchkante, die nach den Eiszeiten in der Landschaft sichtbar ist, ähnlich den bluffs, die wir bereits an Devil's Lake bestiegen haben: Das sie umgebende weichere Gestein wurde ausgewaschen und sie überragen die Ebene um knapp 70 m.


auf dem Ice Age Trail

 
Im letzten Jahr haben engagierte Freiwillige den bereits bestehenden Ice Age Trail an dieser Stelle erweitert und einen landschaftlich ansprechenden und recht leicht begehbaren weiteren Aufstieg zu den Felsen, die ein wenig an die Sächsische oder auch die Fränkische Schweiz erinnern, geschaffen. Das Gebiet um die Felswand wurde bereits 1969 zum Naturschutzgebiet erklärt (State Natural Area).

knorrige Baumstämme

Hier oben  weht immer Wind - den Bäumen, die sich an der Kante mit ihren Wurzeln in die Felsen krallen, sieht man an, wie stark der Wind hier weht und wie sehr er dabei alles austrocknet.










                                             Promberger


Memorial Day 2015

Eigentlich ist heute Memorial Day in den USA, einer der wenigen Feiertage landesweit. Und eigentlich ist heute auch Pfingstmontag, ein kirchlicher Feiertag, von dem man annehmen könnte, dass er gerade hier gefeiert wird.
Gedacht wird an diesem letzten Mai-Montag im Jahr den in den Kriegen gefallenen US-Soldaten. Von einem religiösen Feiertag ist außerhalb der Kirchen nichts zu spüren. Es hängen etwas mehr Fahnen als sonst vor den Häusern, aber sonst?
Merke! Religion kann auch Privatsache sein. Wie du " den Feiertag heiligst", ist deine private Angelegenheit.
Blöd nur, wenn du arbeiten musst. Denn das gehört zur ganzen Wahrheit: Alle Geschäfte haben geöffnet, und die Leute gehen auch hin.

Butterflies, Milwaukee May 21

So ziemlich die erste Abteilung des Milwaukee Public Museum war die Abteilung fuer Schmetterllinge.Erst konnte man eine Sammlung von toten Schmetterlingen begutachten, die in einer Glasvitrine aufbewahrt wurden.



Danach gab es eine Moeglichkei,t sich die verschiedensten Arten ganz aus der Naehe anzuschauen. In einem kuenstlich hergestellten Glasraum fuer die Schmetterlinge konnte man nun die Schmetterlinge in fast natuerlichen Umgebung fotografieren. Dazu hatte man mehr als genug Moeglichkeiten, da es so gut wie jeder Ecke einen Falter zu sehen gab.


                                                                                                                                               Lukas

Mittwoch, 20. Mai 2015

Out huntin' morels

Out in the woods ...
look for damp dark places with dead wood ...
look carefully - otherwise you might not see them ... they are camouflage ...:-)
 
 
mein erster Morchel :-) im Wald in der Nähe von Gibraltar Rock.
Sie wachsen im Schatten, wo es feucht ist und totes Holz liegt... nachdem ich den ersten gefunden hatte, ging es leichter. Dabei sind sie mit ihrer Tarnfarbe nicht leicht zu entdecken, denn um diese Jahreszeit liegt immer noch Laub fast gleicher Farbe auf oder neben ihnen.

That was good fun! Mal schauen, wie sie schmecken, morgen ...

                                                                                                                                       Promberger